Moore als Lebensräume und Schlüsselfaktoren im Klimaschutz Moore sind die „heimlichen Helden“ unserer Natur: Sie sind stille Wasserreservoire und gigantische Kohlenstoffspeicher zugleich. Die Ausstellung „Licht ins Moor“ macht diese Welt im Bürgerzentrum Oberschleißheim, Theodor-Heuss-Straße 29, greifbar.
Am Montag, 21. September, findet dort um 18:30 Uhr die Eröffnung statt. Die Ausstellung kann anschließend bis zum 5. Oktober zu den Öffnungszeiten des Bürgerzentrums besichtigt werden.
Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie der Moorfachkräfte der Landkreise München, Dachau und Fürstenfeldbruck sowie des Vereins Dachauer Moos e. V.
Moore bestehen aus über Jahrtausende angesammelten Tier- und Pflanzenresten – dem Torf. Sie wirken wie Schwämme, speichern enorme Mengen Kohlenstoff und bieten seltenen Arten Schutz. Mit ca. 2.500 Hektar nehmen diese Flächen rund vier Prozent des Landkreises München ein, was dem bayerischen Durchschnitt entspricht. Dennoch sind die Moore für acht Prozent der bayerischen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ihr Schutz ist somit für unsere Zukunft entscheidend.
Wie genau dieser Schutz aussieht, erklärt am Eröffnungsabend Prof. Dr. Matthias Drösler. Der Leiter des Instituts für Ökologie und Landschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) beleuchtet in seinem Vortrag „Nässer ist besser – Ökosystemfunktionen von Mooren und ihr Beitrag zum natürlichen Klimaschutz“ die zentrale Rolle dieser Gebiete
. Die Moormanagerin des Landratsamts München bietet außerdem am Mittwoch, den 23. September, sowie am Mittwoch, dem 30. September, um 14 Uhr Führungen an. |