LRA München: Leichte Wasserbelastung in der Moosach (bzw. im Berglbach)

Berglbach Ortsplan Auszug

Die Landratsämter Freising und München warnen vor dem (regelmäßigen) Verzehr von Fischen aus der Moosach, die auch durch Unter- und Oberschleißheim führt - in Oberschleißheim in Form des Berglbachs. Den aktuellen Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamtes München zufolge wurden perflourierte Alkylsubstanzen in der Moosach festgestellt, deren Herkunft noch unklar ist. Sie könnten evtl. von Münchner Gewässern (Isar) in die Moosach getragen worden sein. Ein Abzweig der Isar führt als Schlosskanal nach Westen, ein Abzweig daraus ist der Berglbach (sowie das Kirchbacherl). Nach Unterschleißheim heißt das Gewässer Moosach.

 

Früher wurde die gefundene Industriechemikalie z.B. im Löschschaum der Feuerwehren verwendet. Finden läßt sich die Chemikalie daher fast bayernweit, nur in der Moosach überschreitet sie den Grenzwert.

 

Wo genau die Ursache für die Verschmutzung liegt, ist noch unklar, diese Untersuchungen können auch noch andauern. Das WWA untersucht nun Vorfälle der vergangenen Jahre, darunter den Brand von BMW bei Eching im Jahr 2001.

 

Derzeit finden auch Untersuchungen statt, inwieweit die Gewässer in Oberschleißheim konkret betroffen sind. Ergebnisse werden seitens des Umweltamtes unverzüglich mitgeteilt.

 

Aufgund der Wasserbelastung raten die Landratsämter auch vom langfristigen und regelmäßigen Verzehr von Fischen aus diesen Gewässern ab. Das LGL hat bei Fischen in der Moosach unterschiedlich hohe Gehalte von Perflouroctansulfonsäure festgestellt. Ein gelentlicher Verzehr ist unbedenklich, bei  einem langfristigen und regelmäßigen Verzehr werden negative gesundheitliche Wirkungen wie eine Erhöhung des Cholesterinwertes nicht ausgeschlossen.

 

(Quellen: Münchner Merkur und Süddeutsche Zeitung vom 9.8.2019)

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